


Ausstellungsansicht – 5 mal Sonne / Schwetzingen / Kunstverein / 2024
Porträts, die bewusst einen Bezug zur Vergangenheit herstellen und traditionelle Elemente zeigen – etwa Maskottchen, Puppen aus alten Zeichentrickserien oder geschnitzte Holzfiguren aus dem Erzgebirge, wie die bekannten Räuchermännchen.
Es geht um erste Erfahrungen aus der Kindheit, die zugleich einen Hauch von Objektivität in das Erwachsenenleben tragen. Es sind frühe Begegnungen mit Dingen, die Bewegung oder Handlung darstellen – vielleicht sogar die wenigen objektiven Erfahrungen, die man als Kind macht.
Wenn Bilder dieses Spiel zwischen Erwachsenen- und Kinderwelt einfangen, kann sich daraus eine Art Auflösung ergeben: Die Elemente reduzieren sich zu reinen materiellen Informationen. Im besten Fall entsteht daraus ein Werk, das uns in eine vertraute, aber neue Perspektive blicken lässt. Man wird selbst zum Akteur – wie jemand, der im Film mitspielt und gleichzeitig vom Sofa aus auf die Leinwand oder den Fernseher schaut.
Portraits deliberately evoke the past and feature traditional elements—such as mascots, dolls from old cartoons, or carved wooden figures from the Erzgebirge region, like the well-known “Räuchermännchen” (smoking men).
This is about early childhood experiences that carry a trace of objectivity into adult life. These are initial encounters with objects that suggest movement or action—perhaps even the few truly objective experiences one has as a child.
When artworks capture this interplay between the adult world and the child’s realm, a kind of dissolution can occur: the elements are reduced to pure material information. At best, this results in a work that invites us to view familiar things from a new perspective. One becomes an actor oneself—like someone playing a role in a film while simultaneously watching the screen from the couch.
Maxi Milain M.